Klimabaum im eigenen Garten

28. Jan. 2022

Der Aufruf zu großen Baumpflanzaktionen ist ein kleiner Teil der Maßnahmen, die allerorts zum Schutz des Klimas ergriffen werden. Wollen auch Sie in Ihrem Garten etwas für den Klimaschutz tun?
Jeder kann einen Klimabaum pflanzen – ob als Stadtbaum, prächtigen Zierbaum im eigenen Garten oder als Randbepflanzung eines Feldes.

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Der richtige Standort für den Klimabaum

Vorab ist eine gründliche Überlegung und eine sorgfältige Auswahl der richtigen Baumart notwendig – so hat der Baum unter den vorherrschenden Bedingungen gute Entwicklungschancen. Dabei ist es wichtig, sich vor der Pflanzung über die klimatischen Besonderheiten Ihrer Region und den entsprechenden Standort zu informieren.
Sprechen Sie uns gerne darauf an, wenn Sie wissen möchten, welche Baumarten mit den wandelnden Wetterbedingungen zurechtkommen.

Vorteile von Bäumen für Sie und Ihre Umwelt

Bäume absorbieren CO2 und geben gleichzeitig Sauerstoff ab. Dabei liefert ein ausgewachsener Baum jeden Tag etwa so viel Sauerstoff, wie zehn Menschen zum Atmen benötigen. Zusätzlich stellen Bäume eine wertvolle Nahrungsquelle und einen Lebensraum für Tiere dar. Sie schützen den Boden vor Austrocknung und Erosion. Bäume gelten zudem als die „grüne Lunge“ der Städte. Denn sie filtern Staub und Partikel aus der Luft. Diese fließen anschließend bei Regen entlang des Stammes in den Boden ab.

Was macht den Klimabaum so besonders?

Klimabäume sind weniger anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels, da sie mit Extremwetterereignissen, wie den milden Wintern, den Hitzeperioden oder starken Regenfällen im Sommer gut zurechtkommen. Dadurch hat ein Klimabaum das Potenzial, solche Baumarten zu ergänzen, die den klimatischen Veränderungen nicht so gut standhalten können. Der Klimabäume sollen also die alten, heimischen Baumarten nicht ersetzen, sondern die bestehende Vielfalt ergänzen.

Die richtige Auswahl des Klimabaums

Für die Auswahl des richtigen Baumes ist es entscheidend, sowohl die Besonderheiten der jeweiligen Pflanze, als auch die regionalen Unterschiede zu beachten. Daher ist eine generelle deutschlandweite Betrachtung nur schwierig möglich – es gibt viele Standorte mit unterschiedlichen Bedingungen. Ein gutes Beispiel ist der Spitzahorn, welcher unter bestimmten Bedingungen auch als Klimabaum eingesetzt werden kann. Hat dieser ausreichend Platz an der Wurzel und eine regelmäßige Wasserzufuhr, wenig negative Einflüsse durch Hundeurin oder Streusalz im Winter, kann er extreme Hitzeperioden im Sommer gut überstehen. An der Straße hat der Spitzahorn dagegen kaum eine Chance langfristig zu überleben.

Im heimischen Privatgarten sind solche Extremstandorte selten, aber auch hier zeigen sich die Folgen der Klimaveränderung. Nicht alle ursprünglich vorkommenden Baumarten können sich an die vorherrschenden Klimabedingungen anpassen. Seit langem versuchen Wissenschaftler Baumarten zu finden, die auch in Zukunft in Privatgärten wachsen können.

In Langzeitversuchen konnte sich eine unterschätzte Art durchsetzen: die Ulme. Dabei eignen sich besonders neuere Varianten der Ulme, mit hoher Resistenz gegen die Ulmenkrankheit, für den heimischen Garten. Die Hainbuche, die schlanke Sorte „Fastigiata“ oder auch die „Lucas“ gedeihen im Privatgarten ebenso optimal. Der Amberbaum eignet sich als langsam wachsendes Gewächs besonders für den öffentlichen Raum. Auch die Maulbeere ist gegen extreme Hitze robust und überzeugt mit ihren brombeerartigen Früchten. Eine weitere Baumart, die in Zukunft überzeugen wird, ist die Purpur-Erle. Darüber hinaus haben sich ebenfalls alle Arten des Lederhülsenbaumes sowie die Hopfenbuche langzeitig bewährt.

Nicht nur für große, sondern auch für kleinere Gärten gibt es eine Reihe verschiedenen Klimabäume. Insbesondere geeignet ist der Zierapfel. Er übersteht Hitze- und Trockenperioden ohne Schäden. Der mehrstämmige Blasenbaum überzeugt im Privatgarten mit bis zu 30 Zentimetern langen, gelben Blütenrispen, die sich im Herbst in lampionartige Früchte verwandeln.

Die richtige Pflanzung eines Klimabaums

Achten Sie darauf, den Klimabaum nicht zu tief in die Erde zu pflanzen. In den ersten fünf Jahren brauchen die Jungbäume eine regelmäßige Bewässerung.
Außerdem kann es im Winter erforderlich sein, den Baumstamm mit einem speziellen Schutzanstrich zu pflegen oder eine Schilfmatte zu montieren. Denn gerade am Anfang fehlt dem jungen Gehölz eine schützende Borke.

Sie haben Fragen zur richtigen Auswahl des Klimabaumes für Ihren Garten

oder benötigen Hilfe bei der Pflanzung?

Wir stehen Ihnen gerne helfend bei der ausführlichen Beratung, Planung und Umsetzung zur Seite.